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Christina Spirig 
Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Supervisorin/Coach BSO, eidg. anerkannte Psychotherapeutin,
a.i. Bereichsleiterin Elterncoaching

«Du kannst Kinder nicht erziehen, sie machen Dir sowieso alles nach.»


Systemisches Elterncoaching mit hypnosystemischer Erweiterung

Erziehung im 21. Jahrhundert bedeutet, Kinder zur Selbständigkeit hinzuführen

Wenn Familien unter erschwerten Umständen erziehen müssen, benötigen sie manchmal professionelle Unterstützung. Eine beeinträchtigte Entwicklung des Kindes durch Behinderung, Verhaltensauffälligkeiten, schwere Erkrankung, Traumatisierung oder chronische Belastungen auf Seiten der Eltern sowie familiäre Besonderheiten wie Migration, Trennung, Scheidung, innerfamiliäre Gewalt stellen Eltern vor besondere erzieherische Herausforderungen.

Für die professionellen Helferinnen und Helfer ist es eine Herausforderung, das Vertrauen und die Kooperation der verunsicherten und beschämten Eltern zu erlangen, damit sie in ihrer elterlichen Präsenz gestärkt werden und ihren Platz in der Familie ohne Gewalt wieder einnehmen können.

Die Weiterbildung in systemischem Elterncoaching vermittelt Verständnis und Kompetenzen für den Umgang mit ressourcenarmen, überforderten Familien. Das Angebot am IEF ist modular aufgebaut. Im Grundkurs Elterncoaching werden die systemische Theorie und Beratungspraxis und die Grundlagen des Elterncoachings nach Omer und von Schlippe mit hypnosystemischer Erweiterung gelehrt und für die Praxis geübt. Erfahrene Praktiker stellen zusätzliche Therapiemodelle vor, die sich in der Elternberatung ebenfalls als nützlich erweisen. Der Kurs gibt erfahrenen Elternbegleiterinnen, Erziehungsberatern, Lehrerinnen, Sozial- und Heilpädagogen die Möglichkeit, ihre Kompetenzen in der Elternarbeit in komplexen Situationen zu erweitern und das Verständnis für die Familiendynamik zu vertiefen.

Spezialtrainingskurse in Marte Meo und Neuer Autorität ermöglichen es, sich mit diesen Methoden intensiv zu befassen.

Marte Meo

Marte Meo bedeutet sinngemäss «aus eigener Kraft»

Marte Meo nutzt die eindrückliche Kraft der Bilder und liefert praktische Hinweise für wirkungsvolle Interventionen.

Die videobasierte Methode richtet den Blick vertieft auf gelingende menschliche Interaktionen. Dadurch wird Lernen, Entwicklung und soziale Kompetenz begünstigt, Ressourcen werden gestärkt, ganz im Sinne der wortwörtlichen Bedeutung von

Marte Meo (lat.) : „aus eigener Kraft“.

Kleinschrittig, abgestimmt auf das Anliegen der Klienten, werden ausgewählte Filmausschnitte aus deren Alltag genutzt.. Die „leisen Momente des Gelingens“ werden sichtbar gemacht, die (Bewältigungs-) Kompetenzen damit fokussiert, um weiteres Lernen zu ermöglichen und zu vertiefen

Maria Aarts hat in ihrer Arbeit mit Familien, Fachpersonen und Institutionen dieses innovative, videogestützte Beratungskonzept entwickelt, das in allen psychosozialen Feldern Anwendung findet, in denen es um die Unterstützung und Begleitung von Entwicklungs- und Lernprozessen geht.

Ursprünglich wurde die Marte Meo Methode für Eltern von Kindern mit speziellen Bedürfnissen entwickelt. Die Erfahrung zeigte, dass die Grundhaltung, sowie die angewandten, einfachen und konkreten Kommunikationselemente generell hilfreich sind in zwischenmenschlichen Interaktionen.

Heute wird die Marte Meo Methode weltweit in verschiedensten Bereichen eingesetzt: in der Aus- und Weiterbildung von Fachpersonen, in der Beratung, in Coaching und Supervision, in stationären Einrichtungen sowie im therapeutischen Bereich.

Das Medium Film ermöglicht in der Beratung, gemeinsam auf eine konkrete, persönliche  Interaktionssituation zu schauen. Das Tempo des dichten Alltagsgeschehens kann verlangsamt und die Komplexität detailliert wahrgenommen werden. Die Bilder erzeugen eine tiefe Kraft und bewirken gerade auch in vermeintlich hoffnungslosen Situationen eine Entwicklungsstimmung.